Jordaniens Vergangenheit ist weit zurückreichend und von Auseinandersetzungen um Land und Religion geprägt worden. Im heutigen Westjordanland siedelten zu biblischen Zeiten die Israeliten. Vor gut 3000 Jahren zogen die Ammoniter in dieses Gebiet und wurden eingegliedert in die Großreiche der Israeliten unter König Salomo und König David. Die Nabatäer zogen auf die beiden Seiten des Jordans wenige hundert Jahre vor Christus. Etwa 100 Jahre vor Christus dehnten die Römer unter Kaiser Trajan ihr Reich bis nach Jordanien aus. Die „neu“ gewonnenen Gebiete wurden in die römische Provinz Arabia eingegliedert. Das oströmische Reich wurde 686 durch Muslime besiegt und damit begann ein bis heute andauernder neuer Kreis der Kulturgeschichte. Die Region des heutigen Jordanien stand unter muslimischer Befehlsgewalt, bevor 1115 bis 1187 das Königreich von Jerusalem und danach 1250 bis 1516 die Mamelucken aus Syrien die Oberherrschaft übernahmen. Danach erfolgte eine Eingliederung in das riesige osmanische Reich bis ins Jahr 1918. Während des ersten Weltkrieges kam es zur Auflehnung von Arabern gegen die Osmanen, hier beteiligte sich auch Jordanien. Nach dem Aufstand schloss man sich Syrien an. Die Briten gliederten 1920 die Länder in Palästina und Jordanien und ihrer Herrschaft. Die östlich des Jordans liegenden Gebiete blieben als das Emirat Transjordanien weiter unter britischer Verwaltung mit dem Oberhaupt des Staates Abdullah ibn Husain. Neben ihm stand General John Bagot Glubb, der die arabischen Legionen zum Schutze der Monarchie errichtet hat. Jordanien erlangte nach Beendigung des britischen Mandats am 25. Mai 1946 seine Unabhängigkeit zurück und das Staatsoberhaupt nannte sich König Abdullah I. 1948 gründete sich der Staat Israel und die bedeutungsvolle Geschichte im Nahen Osten nahm weiter seinen Lauf. Sehr zügig folgte danach der erste israelitisch-arabische Krieg. In der Folge wurden die östlichen Gebiete Palästinas und die Altstadt von Jerusalem von arabischen Truppen aus Jordanien besetzt. Kurz darauf erfolgte unter Protest der Jordanier bezüglich des nun gültigen Grenzverlaufes ein Waffenstillstandsabkommen. 1950 wollte Jordanien mittels Umstrukturierungsmaßnahmen auch die Gebiete Palästinas eingliedern. Doch die übrigen Staaten der arabischen Gebiete lehnten dies ab. 1951 starb der jordanische König bei einem Attentat in Jerusalem. Da sein Sohn Talal aus gesundheitlichen Gründen die Herrschaft nicht lange fortsetzen konnte, fiel die Wahl auf dessen Sohn Hussein I. Unter seiner Regierung kam es einer gewissen Beständigkeit in den Regierungsgeschäften. 1967 folgte zwischen Israel und den arabischen Staaten der Sechstagekrieg, in dessen Verlauf Jordanien sämtliche Gebiete westlich vom Jordan verlor. Die Kriegsflüchtlinge wurden im Kernland aufgenommen und in den Lagern der Flüchtlinge bildete sich die PLO, die gefährlich war für die Monarchie und zum jordanischen Bürgerkrieg führte. Aus diesem Krieg ging Jordaniens König als Gewinner hervor. Jordanien hielt sich in der Folge aus den keimenden Konflikten heraus. 1988 wurden alle Ansprüche auf das Westjordanland aufgegeben. 1994 wurde der Friedensvertrag mit Israel geschlossen. Nach dem Tode König Hussein I. im Jahr 1999 wurde sein Sohn Abdullah II. Staatspräsident. Jordanien betreibt heute eine dem Westen positiv gegenüberstehende Politik und hat Abkommen sowohl mit der EU als auch der USA geschlossen.

In den Höhlen von Qafzeh und Kebara im heutigen Staat Israel fanden Archäologen 100 000 Jahre alte Knochen von modernen Menschen und Neandertalern nebeneinander. Die frühesten Vorfahren der Bewohner in der Region lebten mit ihren archaischen Vettern gemeinsam und führten vielleicht sogar Mischehen. Das schien einige Jahrtausende gut funktioniert zu haben.
Schriftliche Zeugnisse der Geschichte Israels finden Historiker in der Bibel. Der Auszug der Israeliten aus Ägypten ist freilich mit wissenschaftlichen Methoden nicht mehr nachweisbar. Fest steht jedoch, dass sich vor etwa 3200 Jahren israelische Nomadenstämme in Palästina ansiedelten, was zu den Berichten im Buch Exodus von der „Landnahme Kanaans“ passt. Diese Besiedlung war von Anbeginn an die Geschichte einer militärischen Eroberung. Das Königreich Davids und Salomons entstand als Vereinigung der 12 Stämme Israels gegen die Philister, wie die Palästinenser im alten Testament heißen. In dieser Zeit vor etwa 3000 Jahren vollzog sich die Gründung Jerusalems als Hauptstadt des Königreiches. Nie war dessen Existenz sicher, doch konnte die Fremdherrschaft der Assyrer und die Verschleppung vieler Juden nach Babylon den Bestand Israels als Volk und Staat nicht grundsätzlich gefährden. Alexander der Große vereinnahmte das Land der Juden, darauf folgte die Vorherrschaft der Seleukiden, die erst durch die Römer im 1. Jahrhundert vor Christus beendet wurde. Alle jüdischen Aufstände gegen die römische Obrigkeit schlugen fehl, schließlich flohen die Juden nach dem Bar-Kochbar-Aufstand 135 n. Chr. aus dem Land. Nun begann der Leidensweg der Diaspora.
Die jüdische Wiederbesiedlung Palästinas begann erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die Einwanderungswellen, die als „Alija“ bezeichnet werden, brandeten damals noch auf das Territorium des osmanischen Reiches. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Palästina zum britischen Mandatsgebiet, wodurch sich immer mehr jüdische Flüchtlinge aus Europa ermuntert fühlten, nach Israel zu kommen. Motiviert durch die Verbrechen des Holocausts beschlossen die Vereinten Nationen 1947 die Schaffung des Staates Israel. Allerdings mischten sich arabische und jüdische Anteile auf dem Territorium, dessen Landkarte dadurch einem Flickenteppich glich. Sofort nach der Gründung des jungen Staates griffen die Araber an, aber die Auseinandersetzung endete mit israelischen Gebietsgewinnen und einem Friedensabkommen von 1949. Im 6-Tage-Krieg attackierte Israel die arabischen Nachbarn und beansprucht seitdem weitere Territorien wie den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel und das Westjordanland. Seitdem mussten viele Palästinenser aus ihren Wohngebieten flüchten, weil die israelische Siedlungspolitik ihnen den Raum streitig machte. Ein langwieriger Stellungskrieg, den die Ägypter den Israelis aufzwangen, sowie der Jom-Kippur-Krieg 1973 änderten an der Lage nichts. Die Araber konnten die von ihnen beanspruchten Territorien mit militärischen Mittel nicht zurückerobern.

Das Gebiet des heutigen Jemen besitzt eine Jahrtausende alte Geschichte, deren Anfänge bisher jedoch nur ansatzweise erforscht sind. Als Folge des zunehmenden Wassermangels auf der Arabischen Halbinsel entwickelten sich dort im 2. Jahrtausend vor Christus als Grundlage der Landwirtschaft die ersten Bewässerungssysteme. Wirtschaftlichen Aufschwung brachte die Domestizierung des Dromedars. Mit seiner Hilfe begann der Handel auf der Weihrauchstraße, einer der ältesten Handelsrouten der Welt von Südarabien zum Mittelmeer. Der wirtschaftliche Erfolg führte im heutigen Jemen zur Herausbildung mehrerer regionaler Königreiche, unter denen Saba vom 6. bis 4. Jahrhundert vor Christus den größten Einfluss ausübte. Mit der Verlagerung des Handels auf den Seeweg in den Jahren nach der Zeitenwende begann der Niedergang der südarabischen Kultur. Zwar konnte das Königreich Himjar mit der Hauptstadt Zafar große Teile des heutigen Jemen vereinigen, 525 wurde es jedoch von dem äthiopischen Königreich Aksum erobert. Von 570 bis 627 wurde der Jemen schließlich eine Provinz des Persischen Reiches.

Im 7. Jahrhundert verbreitete sich der Islam auf der Arabischen Halbinsel. Der Jemen wurde 661 Teil des Kalifats der Umayyaden, das Ende des 9. Jahrhunderts in Teilstaaten zerfiel. Im 10. Jahrhundert gewann die schiitische Herrscherdynastie der Zaiditen an Einfluss im Jemen und gründete ein unabhängiges Imamat. Während seines rund tausendjährigen Bestehens wurde es lange Zeit von fremden Mächten beherrscht, im 11./12. Jahrhundert von den Fatimiden, im 12./13. Jahrhundert von den Ayyubiden, vom 13.-15. Jahrhundert von den Rasuliden und ab 1538 von den Osmanen.

1839 besetzte Großbritannien die jemenitische Hafenstadt Aden und ließ sie zu einem Stützpunkt ausbauen. Die neuen Grenzen zwischen den Einflussbereichen der Briten und des Osmanischen Reiches im Jemen wurden 1905 festgelegt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde das vormals unter osmanischem Einfluss stehende Gebiet im Norden unter dem Imam Yahya ein unabhängiges Königreich mit der Hauptstadt Sanaa. Großbritannien zog sich 1967 aus dem Jemen zurück und der Süden geriet unter sowjetischen Einfluss. Am 30. November fand die Gründung der Volksrepublik Südjemen statt, die 1970 in Demokratische Volksrepublik Jemen umbenannt wurde.

Am 22. Mai 1990 wurden die beiden getrennten Teile des Jemen im Norden und im Süden unter Präsident Salih wieder vereint. 1994 kam es zum Bürgerkrieg, der sich insbesondere gegen die Vormachtstellung des Nordens richtete. Mit der Eroberung Adens fand dieser jedoch bereits im Juli des selben Jahres ein Ende. Die seit Anfang 2011 anhaltenden Proteste in der Arabischen Welt führten auch im Jemen zu Demonstrationen gegen den seit über 30 Jahren autoritär regierenden Präsidenten Salih.

Am Nordende des Persischen Golfs gelegen, gelangte Kuwait schon im 3. Jahrhundert v. Chr. unter den Einfluss der Seleukiden, deren Reich sich jedoch mit dem Vordringen der Perser ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. stetig verkleinerte. Während das heutige Staatsgebiet von Kuwait zwischen dem 3. und 7. Jahrhundert n. Chr. zum Perserreich gehörte, erlangte im Jahr 630 das Kalifat der Umayyaden und schließlich jenes der Abbasiden die Macht über die Bucht von Kuwait. Im Zuge der bis ins 13. Jahrhundert andauernden Herrschaft der Abbasiden gelangte auch der Islam zu den hier lebenden Wüstenstämmen. Schließlich führte im Mittelalter der Einfall der Mongolen zum Zerfall des Abbasiden-Reiches, sodass die kuwaitischen Stämme zwar bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts offiziell Teil des Osmanischen Reiches waren, aufgrund der peripheren Lage Kuwaits jedoch weitgehend frei von der türkischen Fremdherrschaft blieben. Erst 1756 etablierte sich mit der Schahfamilie As-Sabah aus Saudi-Arabien eine neue Macht in Kuwait, deren Streben nach Unabhängigkeit schließlich in der Gründung des Emirats Kuwait gipfelte. Sowohl für das Osmanische Reich als auch für Großbritannien gewann das Emirat Kuwait gerade im 19. Jahrhundert, dem Zeitalter des Nationalismus, aufgrund seiner strategisch günstigen Lage an Bedeutung. Während die Türken insbesondere geopolitische Vorteile im Emirat am Golf sahen, interessierten sich die Briten zudem für den kuwaitischen Handelsstandort am Persischen Golf. Um dem zunehmenden Druck der Osmanen auf Kuwait zu entgehen, entschloss sich Scheich Mubarak as-Sabah schließlich 1899 für das Protektorat durch die Briten. Dies trug zwar zur politischen Stabilisierung der Machtverhältnisse am Persischen Golf bei, führte jedoch auch zur kuwaitischen Abhängigkeit von britischen Interessen gerade in Fragen von internationalen Beziehungen und Infrastrukturprojekten. So konnte beispielsweise der geplante Bau der Bagdad-Bahn zwischen dem türkischen Konya und dem Golf von Kuwait durch britisches Veto nicht realisiert werden. Das Land zwischen der Wüste ad-Dibdiba und dem Persischen Golf erlebte nach dem Ersten Weltkrieg verschiedene Grenzkonflikte mit saudiarabischen Stämmen des Nadschd und der Wahabiten. Diese konnten jedoch unter britischer Ägide 1922 im Abkommen von Uqair, das Kuwait eine neutrale Grenzzone zu Saudi-Arabien und dem Irak zusicherte, beigelegt werden. Wirtschaftliche Prosperität erlangte Kuwait schließlich ab 1938, als das erste Erdöl auf kuwaitischem Gebiet gefunden und 1946 die industrielle Ölförderung aufgenommen wurde. Als konstitutionelle Erbmonarchie konzipiert, feierte Kuwait schließlich am 19. Juni 1961 seine politische Unabhängigkeit. Während Saudi-Arabien schon 1940 die Unabhängigkeit Kuwaits anerkannt hatte und damit auch eine Teilung der Erdöleinnahmen in der neutralen Zone eingerichtet werden konnte, versuchte der Irak zwischen 1961 und 1994 immer wieder Kuwait zu annektieren. Dabei erhielt Kuwait sowohl im Ersten Golfkrieg 1980-1988 als auch im Zweiten Golfkrieg 1990-1994 Unterstützung durch die USA, welche im Gegenzug Kuwait 2003 als Basislager für Irak-Invasion nutzen konnten. Die Endlichkeit der Erdölvorkommen erkennend, setzt das Emirat heute zunehmend auf den Ausbau des Tourismus- und des Seehandelsstandortes Kuwait.

Die aktuelle israelische Politik gegenüber den Palästinensern ist umstritten wie lange nicht mehr. Trotz intensiver Bemühungen der amerikanischen Administration um eine friedliche Lösung, ist man keinen Schritt weitergekommen. Nach wie vor stehen sich Palästinenser und Israelis unversöhnlich gegenüber. Die Hoffnungen auf eine rasche Lösung dieses Konfliktes, beruhen immer noch auf einer Zwei-Staaten-Lösung, aber hierfür stehen die politischen Ampel auf Rot.

Israels Politik ohne klares Konzept

Israels politische Ziele ergeben kein klares Bild. Es scheint so, als würde Ministerpräsident Netanjahu seine zweigleisige Strategie konsequent fortsetzen, einmal durch den Bau neuer Siedlungen auf den Golanhöhen unverrückbare Tatsachen schaffen, sich aber einer politischen Lösung nach außen hin nicht zu verweigern.

Israels Palästinenser-Politik ist isoliert

Mit dieser Strategie scheint Israel international isoliert, selbst der engste Verbündete, die USA, kritisieren Netanjahus Politik zumindest einmal in der Woche.

Israels Dilemma mit den palästinensischen Gesprächspartnern

Israels Politik steht vor dem Problem, dass der Konflikt zwischen Fatah und Hamas weiterhin anhält und praktisch nur ein akzeptabler Gesprächspartner, Fatah-Präsident Abbas, zur Verfügung steht. Einen kompetenten, akzeptablen Gesprächspartner im von der Hamas besetzten Gazastreifen fehlt nach wie vor, und eine Versöhnung von Fatah und Hamas ist überhaupt nicht in Sicht.

Gewalt und Gegengewalt

Zudem leidet Israel noch immer unter Raketenangriffen aus dem Gazastreifen, die immer mit einem Gegenschlag beantwortet werden und auf der anderen Seite Tote und Verletzte fordern. Doch auch Netanjahu weiß, dass ohne die Zwei-Staaten-Lösung kein Friede möglich ist, ob es aber danach zu einer Versöhnung ohne jegliche Gewalt kommen wird, das weiß in der Tat niemand.

Israel und das neue Ägypten

Die israelisch-ägyptischen Beziehungen befinden sich zur Zeit in einer Art Warteschleife. Israel beobachtet vor allem, ob die politische Entwicklung Ägyptens eher von islamistischen oder weiterhin westlich orientierten Politikern dominiert wird. Erst nach den freien Wahlen in Ägypten, die noch 2011 durchgeführt werden sollen, wird sich zeigen, ob der Friedensvertrag zwischen beiden Ländern weiterhin Bestand haben wird und wie sich die neue ägyptische Regierung gegenüber Israel aufstellt.

Das größere Problem heißt Ahmadinedschad

Die größte Sorge Israels gilt allerdings dem Iran und seinem unberechenbaren Machthaber Mahmud Ahmadinedschad. Dessen ungebrochenen Hasstiraden auf Israel und seine immer wiederholten Drohungen scheinen zur Zeit eher Propaganda zu sein, aber der Bau von Atomkraftwerken im Iran und der dadurch entstehenden Gefahr, dass Iran die Bombe bauen kann, ist Anlass zur Sorge – nicht nur für Israel.

Fazit

Israel ist 2011 eher in die Rolle eines Beobachters gerückt. Man hält sich offensichtlich mit Äußerungen zu den Freiheitsbewegungen in der arabischen Welt zurück.

Die iranische Wirtschaft befindet sich größtenteils unter staatlicher Kontrolle, daneben spielen religiöse Stiftungen eine große Rolle im Wirtschaftsleben. Diese beiden Träger gemeinsam sind für über 80% der Wertschöpfung verantwortlich, der Rest entfällt auf kleinere private Betriebe. Deren Anteil soll jedoch erhöht werden, zu den iranischen Wirtschaftszielen zählt die Stärkung des Privatsektors. Die Wirtschaftspolitik wird in Fünfjahresplänen formuliert.

Wirtschaftsform und Arbeitnehmer

Die arbeitsfähige Bevölkerung Irans liegt bei etwa 24 Millionen Menschen mit einer überwiegend mangelhaften Ausbildung. Der theokratische Staat hat die Wirtschaft weitestgehend verstaatlicht, vor allem den Industrie- und Finanzsektor. Obgleich die Wirtschaft kapitalistisch ausgerichtet ist, wird sie als Kommandowirtschaft bezeichnet. Innerhalb der Wirtschaft versuchen politische Machtzentren die Wirtschaft zu steuern, infolgedessen hat sich die Korruption enorm ausgebreitet. Iran liegt laut Transparency International auf Platz 146 unter 178 Staaten des Korruptionsindexes. Es gibt weder Arbeitgeber- noch Arbeitnehmerorganisationen. Seit dem ersten Golfkrieg 1980 – 1988 zwischen Iran und Irak ist das Land durch die Kriegswirtschaft geprägt. Es werden Billiglohnarbeiter aus Afghanistan und auch Kinderarbeiter beschäftigt, die starken Repressionen ausgesetzt sind.
Das Bruttoinlandsprodukt betrug 2010 geschätzt ca. 411 Milliarden US-Dollar bei 74 Millionen Einwohnern (Vergleich Deutschland: 3.667 Milliarden US-Dollar bei 81,7 Millionen Einwohnern). Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind die Öl- und Gasindustrie, die petrochemische Industrie, die Landwirtschaft, Metall- und Kfz-Industrie. Die iranische Inflation liegt bei etwa 30 Prozent (offiziell: 10,8 Prozent), die Arbeitslosenrate offiziell 13,2 Prozent, bei den 15- bis 29-Jährigen offiziell bei etwa 30 Prozent. Die binnenwirtschaftlichen Ziele Irans bestehen in der Eindämmung der Korruption sowie der Senkung der Inflation und der Arbeitslosigkeit. Erreicht werden soll dies mit der Stärkung des einheimischen privaten Sektors sowie der Verbesserung ausländischer Investitionen, wozu ein Investitionsschutzgesetz und eine Steuerreform erlassen sowie die Wechselkurse vereinheitlicht wurden. Allerdings ist das Geschäftsklima seit Sommer 2010 durch Sanktionen belastet, die durch die iranische Atompolitik ausgelöst worden waren.

Außenwirtschaft

Iran verfügt durch seine starke Ölproduktion über Leistungs- und Zahlungsbilanzüberschüsse. Gegenwärtig versucht der Staat durch Implementierung einer Mehrwertsteuer seine Einnahmen zu diversifizieren, zudem wurde im Dezember 2010 mit der Umsetzung eines Gesetzes zur De-Subventionierung begonnen. Etwa 80 Prozent der iranischen Bevölkerung erhalten staatliche Leistungen (ca. 42,- US-Dollar monatlich), die größtenteils aus den Exporterlösen des Erdöls stammen. Benzin wird subventioniert, durch veraltete Raffinerien muss es das Land importieren. Eins der wichtigsten Ziele besteht in der Entzerrung der Subventionierung des Binnenmarktes durch die Außenhandelsüberschüsse, was aber politisch schwer durchsetzbar ist. Im Außenhandel ist der Iran stark mit China, Indien, Japan, Südkorea und der Türkei verbunden.

Saudi Arabien ist der flächenmäßig größte Staat auf der Arabischen Halbinsel. Der sunnitische Islam in seiner wahabitischen Ausrichtung ist die Basis für die Verfassungs-, Rechts- und Gesellschaftsordnung. Saudi Arabien ist der konservativste Staat innerhalb der arabischen Länder. Eine weitere Besonderheit sind Medina und Mekka, die zwei heiligen Städte des Islam, die sich auf Saudi Arabischem Staatsgebiet befinden.
So wie sich das gesamte öffentliche und private Leben nach den Prinzipien des Islam richtet, gehört selbstverständlich auch die Kultur zu den Bereichen, die streng islamisch geprägt sind. Jedes islamische Land besitzt ein kulturelles Leben, welches viele islamische Elemente aufweist. Aber nur in Saudi Arabien haben wir es mit einer islamischen Kultur in seiner reinsten Form zu tun. Darin liegt die wirkliche Besonderheit der Kultur in diesem Staat. Aus diesem Grunde existieren in Saudi Arabien viele Institutionen nicht, die in der westlich geprägten Welt selbstverständlich sind. So sucht man Kinos und Theater in Saudi Arabien vergeblich.
Und doch besitzt das Königreich eine höchst interessante Kunstszene. Davon kann man sich unter anderem in der Hafenstadt Jeddah überzeugen. Jeddah wird auch die Stadt der Skulpturen genannt.
Denn über 400 künstlerischen Werke dieser Art schmücken diesen Ort. Jeddah beherbergt auch ein ein einzigartiges Privatmuseum. Diese Kunstsammlung widmet sich dem Erhalt von arabischen Traditionen. Die ausgestellten Exponate kommen aus den Bereichen Architektur, traditionelles Handwerk, religiöse Zeremonien und Bekleidungen.
Auch die offizielle kulturelle Szene in der Hauptstadt Riyadh ist offen und aktiv. In Riyadh befindet sich der Sitz der Kunstgesellschaft. Die Kunstgesellschaft fördert die Entwicklung von Kunst und Kultur, insbesondere werden saudische Künstler unterstützt. Verschieden Komitees nehmen unterschiedliche Aufgaben innerhalb dieser Gesellschaft wahr. Zu diesen Bereichen gehören unter anderem die Alphabetisierung, Poesie, Musik und Gesang und die Wiederbelebung des nationalen Kulturerbes.
Außerdem befindet sich in Riyadh die wichtigste Kunstgalerie des Landes. Bekannte Künstler aus der arabischen, wie aber auch aus der westlichen Welt stellen in der Hewar Art Gallery im Kingdom Center ihre Werke aus. Zur Dauerausstellung gehören herausragende Gemälde, Skulpturen und Kalligrafien.
Die weitere kulturelle Vielfalt des Königreichs Saudi Arabien liegt in vielen hervorragend erhaltenen archäologischen Stätten. In Madain Saleh stehen die berühmten Nabatäer-Gräber. Und im Süden des Landes liegt eine historisch wichtige Station der alten Weihrauchstraße. Diese Straße ist einer der ältesten Handelswege der Welt. In vielen Dörfern kann der Reisende staunend eine alte und ursprüngliche Architektur betrachten. Einen reizvollen Kontrast dazu bilden die modernen Städte mit ihren Skylines, die denen aus dem Westen in nichts nachstehen.

Die Geschichte des Landes Iran reicht bis in die Anfänge der Zivilisation zurück. Der Name Iran bedeutet in soviel wie “Land der Arier”. Das erste Reich “Elam” datiert auf das Jahr 2.800 v.Chr. zurück und endete im 6. Jahrhundert v. Chr. Zwischen dem 8. und 6. Jahrhundert existierte das Meder-Reich.

Das Persische Reich
Zu einem Weltreich wurde der Iran unter der Zeit der Achäminiden. Unter König Kyros im 6. Jahrundert wurden Babylon und das Pharaonenreich der Ägypter erobert. Auf Kyros folgte Darios 521 v.Chr. Unter ihm entbrannte der Krieg gegen die Griechen, aus dem auch der legendäre Kampf der Sparter gegen die Übermacht des Darios überliefert ist. Rund zweihundert Jahre lang blühte das Persische Reich, ehe Alexander der Große mit seinen Eroberungen des Weltreich besiegte.

Nach dem Tod Alexanders begann sein Reich auch rasch zu zerfallen und es bildete sich um 250 v. Chr. das Partherreich, welches über fast 500 Jahre immer wieder mit dem Römischen Reich in Konflikt trat, ehe das Reich der Sassaniden als letztes altpersisches Reich das Erbe antrat (um 224 n.Chr.) und ebenso Krieg gegen Rom und Byzanz führte.

Das Islamische Expansion
Das Ende der altpersischen Reiche kam durch die islamische Expansion im 7. Jahrhundert n.Chr. Als das Sassanidenreich im Chaos lag, begann die Eroberung durch die islamischen Arabervölker. Nach dem Tod des letzten Perserkönig 651 n.Chr. begann die Islamiesirung Persiens. Es dauerte verhältnismäßig lang und über viele Jahre gab es noch Widerstand gegen die Fremdherrschaft. Nach der Niederschlagung des letzten Widerstandes, nahm der Iran einen wichtigen Bestandteil im Kalifat ein.

Im Mittelalter bis zur Neuzeit wechselten viele Dynastien ihre Herrschaft auf iranischem Gebiet ab. Die Mongolen fielen in den Iran ab dem Jahr 1221 ein und richteten schwere Schäden an. Jedoch wurde das Land nur teilweise besetzt. Bis zur Neuzeit des Irans folgten weitere einheimische als auch türkischen Dynastien.

Die Neuzeit
Der moderne Iran wurde von einem Schah regiert. Trotz Unruhen nach dem 2. Weltkrieg verhalf die USA dem Schah zurück auf seinen Thron, da der Schah pro-westlich eingestellt war. Trotz Reformen und einer Modernisierung des Irans, gab es immer Konflikte mit dem konservativen Klerus, die schließlich in der Islamischen Revolution durch Ayatollah Chomeini 1979 führte. Der Schah wurde abgesetzt und der Iran wurde zu einem isalmischen Staat. Es folgte ein Krieg gegen den Irak in den 80er Jahren. Trotz Widrigkeiten hat der Iran seine Machtposition gefestigt und befindet sich auf dem Weg zu einer Atommacht. Die Atompolitik und dass provozierende Auftreten des Präsidents Mahmud Ahmadinedschad seit 2005 führen immer wieder zu Spannungen zwichen dem Iran und dem Westen.

© 2011 MEIB Suffusion theme by Sayontan Sinha